Bewertungskriterien und Empfehlungen für den E-Bike-Kauf

   Kurzurlaub mit dem E-Bike: Bodensee  -  Schwarzwald/Markgräferland/Kaiserstuhl

  Ratgeber Elektrofahrrad - aus der Bestsellerreihe der BVA

 

Basisinformationen Elektrofahrrad

Mit Leichtigkeit über Berge und gegen den Wind  -  ist das Motto moderner E-Bikes. Ein Elektrofahrrad ist aber auch nützlich, um Leistungsunterschiede auszugleichen und die Reichweite gegenüber normalen Fahrrädern zu vergrößern. Kein Wunder, dass das  Elektrofahrrad eine starke Faszination ausübt. Mit den unterschiedlichen Bauarten von komfortabel bis sportiv werden die Anforderungen der jeweiligen Interessentenkreise erfüllt. Elektrofahrräder sprechen aber auch Zielgruppen an, die "normale" Fahrräder nicht nutzen würden. Die Nutzungsmöglichkeiten moderner E-Bikes sind vielfältig. Sie reichen vom Alltagseinsatz für Kurz- und Mittelstrecken bishin zu großen Radtouren. In diesem Ratgeber beantworten wir die wichtigsten Fragen, die beim E-Bike-Kauf von Bedeutung sind:

  • Was genau ist ein E-Bike, Pedelec, Elektro-Mofa?
  • Wie schnell fährt ein E-Bike/Pedelec?
  • Welche rechtlichen Bestimmungen sind zu beachten (Fahrerlaubnis, Radwegnutzung usw.)?
  • Wie wird die elektrische Energie gesteuert?
  • Welche Motor-Bauarten gibt es?
  • Wie groß ist die Reichweite?
  • Wie lange dauert das Aufladen der Akkus
  • Wie lange halten die Akkus?
     

Unterscheidung Pedelec: Elektro-Mofa

Ein Pedelec ist ein Fahrrad mit Elektro-Hilfmotor. Das besondere der Pedelec-Technik ist, dass der Fahrer mittreten muss, damit der Motor Leistung abgibt. Der Energiebedarf des Motors wird von einem Akku gedeckt. Der Name Pedelec kommt aus dem Englischen und ist eine Abkürzung des Begriffs Pedal Electric Cycle.

Pedelec 25
Pedelecs 25 sind auf max. 25 km/h begrenzt. Sie sind zulassungsfrei und verfügen über einen Elektromotor mit maximal 250 Watt. Durch entsprechendes MIttreten bzw. ohne Motorunterstützung (bergab, Rückenwind usw.) sind natürlich auch höhere Geschwindigkeiten als 25 km/h möglich. Üblicherweise wird der Unterstützungsgrad des Elektormotors mittels eines Drehgriffs in mehreren Stufen geregelt. Zulassungsfreie Pedelecs sind dem Fahrrad rechtlich gleichgestellt. Versicherungskennzeichen, Zulassung oder Führerschein sind nicht erforderlich. Es gibt keine Helmpflicht.

Pedelec 45
Beim Pedelec 45 leistet der Elektromotor Unterstützung bis zu einer Geschwindikeit von 45 km/h. Die maximal zulässige Motorleistung liegt bei 500 Watt.  Die zulassungspflichtigen Pedelecs 45 verfügen im Prinzip über die gleiche Technik wie die zulassungsfreien. Rechtlich gehören sie zu den Kleinkrafträdern der Klasse L1e (früher Leicht-Mofa). Eine Betriebserlaubnis bzw. eine Einzelzulassung des Herstellers vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) ist erforderlich. Wer nach dem 1.4.1965 geboren wurden, muss über eine Mofa-Prüfbescheinigung oder einen gültigen Führerschein verfügen. Ein Versicherungskennzeichen (ca. 70 Euro jährlich) ist für die Elektrofahrrad-Bauart vorgeschrieben. Es gibt keine Helmpflicht.

Schiebe-/Anfahrhilfe beim  Pedelec.
Es gibt einige Hersteller, die eine sogenannte Schiebe- /Anfahrhilfe einsetzen, die auch ohne Kurbelbewegung bis maximal 6 km/h Motorunterstützung abgibt. Bei diesen Bauarten besteht Rechtunsicherheit, ob für das Führen dieser Modelle eine Mofa-Prüfbescheinigung erforderlich ist. Führerscheininhaber sind auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Elektro-Mofas unterscheiden sich von den Pedelecs dadurch, dass die Motorleistung (max. 500 Watt) auch dann abgegeben wird, wenn der Fahrer nicht in die Pedale tritt. Die zulässige Geschwindigkeit durch die Motorleistung ist allerdings auf max. 20 km/h begrenzt. Schnelleres Fahren ist allerdings mit Muskelkraft möglich. Elektro-Mofas gelten juristisch als Kleinkraftrad (früher Leicht-Mofa). Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und wenigstens eine Mofa-Prüfbescheinigung sind für diese Elektrofahrrad-Gattung erforderlich. Helmpflicht besteht auch hier nicht.

Steuerung der elektrischen Energie
Es gibt zwei Varianten: Bei der einen wird die Leistung, die per Trittkraft eingebracht wird, vollautomatisch angepasst  (Trittkraft gesteuert). Alternativ gibt es die Steuerung per Hand am Drehgriff (Sensor gesteuert).
 

E-Bike-Motor - vorn, hinten oder Mitte

Der Motor kann beim E-Bike im Vorder-  bzw. Hinterrad oder in der Mitte (im Tretlagerbereich) angebracht sein. Wenn er als Nabenmotor im Vorder- oder Hinterrad eingebaut ist, können handelsübliche Fahrradrahmen Verwendung finden. Auch das Nachrüsten mit diesen Systemen ist mit vertretbarem Aufwand möglich. Bei Anbringung im Tretlagerbereich sind spezielle Rahmenkonstruktionen erforderlich. Hinterrad-Motoren sind sogenannte Direktläufer, weil sie kein Getriebe haben, deshalb sind sie leiser als die anderen Bauarten und verfügen über ein großes Drehmoment. Von daher eignen sie sich auch für die "schnellen" Elektrofahrräder. Da sie keine mechanisch beanspruchten Bauteile haben, gibt es auch keinen Verschleiß. Diese Bauart bietet außerdem die Möglichkeit der Generatorfunktion (Energierückspeisung). Vorderradmotoren finden u. a. bei Fahrrädern mit Nabenschaltungen (ggf. mit Rücktrittbremse) Verwendung. Das gilt auch für "Tretlagermotoren", allerdings ist hier keine Rücktrittbremse möglich. Ein Vorteil dieser kompakten Bauart ist, das es außer der Kabelverbindung zu den Lenkerbedienelementen keinen Kabelbaum gibt. (keine potenziellen Probleme mit elektrischen Steckverbindungen, Kabelbruch usw.). Energierückgewinnung ist konstruktionsbedingt nicht möglich.
Rechtlich gibt es bei Elektro-Fahrrädern grundsätzlich die Unterscheidung zwischen den sogenannten Pedelecs 25, Pedelecs 45 und Elektro-Mofas.

Die Reichweite von E-Bikes/Pedelecs

Die mögliche Reichweite eines Elektrofahrrads, die mit einer Akkuladung möglich ist,  kann sehr unterschiedlich sein. Sie hängt sowohl von der Leistungsfähigkeit des Akkus und des Motors als auch von den Fahrwiderständen (Wind, Höhenprfofil, Gewicht usw.), ggf. der Energierückgewinnung und der Unterstützung durch MIttreten ab. Im günstigen Fall - im Flachland mit stetiger Muskelkraftunterstützung kann ein Elektrofahrrad mit den derzeit besten Akkus etwa 80 km Reichweite realisieren. Wenn Steigungen überwiegen und nur mit geringer Kraft pedaliert wird, ist die Reichweite unter Umständen auf 10 km oder weniger beschränkt. Als grober Anhaltspunkt für das Fahren im Normalbetrieb sind Reichweiten von 30-50 km realistisch - je nach Akkuleistung und Muskelkraftunterstützung. Wenn Sie Ihr Ladegerät mitnehmen, können Sie Pausen zum Aufladen nutzen: Eine Stunde Ladezeit bringt ca. 20 % Ladekapazität. Das Aufladen komplett entladener Akkus braucht ca 5 Stunden. Mehr Infos dazu finden Sie unter E-Bike-Technik im Detail >>

Tolle Idee für Kaufinteressenten: Mehrtägiges Probefahren
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