Elektrofahrrad - Praxiserfahrungen


Aktuelle Meldungen für E-Biker:

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Der Trend geht zum Mittelmotor (Tretlager-Motor):  Die meisten hochwertigen Marken statten Ihre Elektrofahrräder mit Mittelmotoren aus. Bosch und Panasonic haben die größten Marktanteile. Shimano bietet das "Steps-System" jetzt ebenfalls als Mittelmotor an und will damit Anschluß an die Marktführer gewinnen.
Stufenlose Drehgriffe findet man nur noch selten. Die Regulierung der Tretunterstützung wird bei den meisten Anbietern durch ein mehrstufiges Vorwahlsystem elektronisch geregelt.

Kein erhöhtes Unfallrisiko für Elektrofahrräder!
Eine Studie der UDV widerlegt die Bedenken der Unfallforschung und Versicherer, dass das Fahren mit E-Bikes ein höheres Unfallrisiko birgt. Trotz höherer Durchschnittsgeschwindigkeiten von Pedelecs und S-Pedelecs im Vergleich mit normalen Fahrrädern belegt die Studie, dass es keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Sicherheitsrisiken gibt. Alle 3 Radtypen kommen ähnlich häufig in kritische Situationen im Straßenverkehr und auch bei Unfällen. Den Download der kompletten Studie finden Sie unter udv.de/de/publikationen/unfallforschung-kompakt/neues-risiko-pedelec

Radschnellweg für E-Bikes
In der Innenstadt von Göttingen gibt es seit Ende 2013 einen speziellen Radschnellweg, der von der Universität zum Hauptbahnhof führt. Nach Abschluß der Bauarbeiten wird die Strecke 4 km lang sein. Sie wird sich durch eine besondere Breite, verbesserte Kreuzungsbereiche, optimierte Ampelschaltungen und die Ausweisung als Fahrradstraße auszeichnen. Es handelt sich um  ein Pilotprojekt zur Förderung der Elektromobilität. "Mit erhöhter Sicherheit im Verkehr rasch zum Ziel kommen" ist das Motto des Projekts.
Weitere Einzelheiten gibt es unter  - 
www.pd-f.de/2014/06/12/7681_breite-fuer-radfahrer-e-radschnellweg-goettingen
 

E-Bike-Testberichte auf dem Prüfstand

Laut einer aktuellen Umfrage sind Testberichte für 1/3 der E-Bike-Käufer kaufentscheidend. Das Testergebnis wird höher eingestuft, als die Marke, Akkuladezeit, Gewicht und andere Eigenschaften. Als Verbraucher geht man davon aus, das Test-Berichte eine objektive Bewertung eines Produkts darstellen.

Fragwürdige Test-Berichte:
Bei vielen Elektrofahrrad-Tests, die während der letzten Jahre durchgeführt wurden, ist das nicht der Fall. Dass sogar die E-Bike-Tests der sonst als seriös und neutral geltenden Stiftung Warentest unter äußerst fragwürdigen Bedingungen durchgeführt wurden, überrascht allerdings. Eins ist klar: Ein aussagefähiger Test setzt Kompetenz und einen anspruchsvollen Testaufbau voraus. Da das mit erheblichen Kosten verbunden ist, sind gute Tests selten!
Bei Testberichten in Fachzeitschriften ist bedenklich, dass die Testprodukte in der Regel gleichzeitig Anzeigenkunden im selben Magazin sind.

Unsere Empfehlung:
Seien Sie Testberichten gegenüber kritisch - egal von wem sie erstellt wurden und ganz besonders dann, wenn eine Gesamtbewertung in Form einer Punktzahl oder Benotung erstellt wurde. Eigenschaften wie beispielsweise Gewicht, Design, Übersetzung und Bedienkomfort sind extrem individuell und lassen sich nicht objektiv bewerten. Bei Tests mit einer Gesamt-Note werden in der Regel subjektive Maßstäbe der Tester als allgemein gültig angelegt. Außerdem kommt es bei solchen Tests immer wieder vor, das Details höher bewertet werden, als Faktoren mit grundlegender Bedeutung.
 

Stand der Technik beim Elektrofahrrad

Allgemein
Die Entwicklungen der Elektrofahrrad-Technik in den vergangenen Jahren war rasant. Der Verbraucher kann aus einer Vielzahl unterschiedlicher Bauarten und Detail-Varianten wählen. Grundsätzlich befindet sich die Qualität - zumindest bei den Markenfabrikaten - auf einem hohen Niveau. Das "Senioren-Image" hat das Elektro-Fahrrad längst abgelegt. Auch das Service-Niveau der Markenhersteller ist akzeptabel.  Aktuelle Elektrofahrräder bieten vielfältige Innovationen, ansprechendes Design und Lifestyle-Potenzial. Ganz sicher trägt das Elektrofahrrad auch dazu bei, Autofahrer und andere Nicht-Radfahrer fürs Fahrradfahren zu gewinnen. 

Schaltungs-Varianten
Prinzipiell ist die ganze Vielfalt von Schaltungstypen, die es für konventionelle Fahrräder gibt, auch für Elektroräder verfügbar. Der Trend geht allerdings zu Schaltungen mit nur 7-11 Gängen. Damit ist dann nur noch 1 Kettenblatt erforderlich und der vordere Umwerfer fällt weg. Die Vorteile dieser Technik sind: Weniger Bauteile, Gewichtseinsparnis, stabilere/langlebigere Ritzel, Kettenblätter und Ketten. Allerdings sollte man sich gut überlegen, ob ein solche Schaltung für den individuellen Bedarf wirklich das Optimum darstellt. Wenn man die Motorunterstützung nicht permanent nutzt oder wenn unterwegs der Akku leer ist, hat man mit 7-11 Gängen eine wesentlich schlechtere Gangabstufung und Übersetzungsreichweite im Vergleich zu den Schaltungen eines konventionellen Rades (z. B. mit 10 Ritzeln und 2 bwz. 3 Kettenblättern). Wenn man dann noch Gepäck am Rad hat, wird das Radfahren ohne Motorunterstüzung speziell bei Steigungen zur Strapaze. Wie schwer dieser Nachteil wiegt, muß jeder für sich selbst entscheiden.
 

Technikprobleme beim Elektro-Fahrrad

Trotz des überwiegend hohen Qulitätsniveaus von Marken-Elektrofahrrädern gibt es auch Unzulänglichkeiten. Aufgrund einer Auswertung von Fachhändler-Berichten kann man folgende Problembereiche zusammenfassen: Eine mögliche Schwachstelle ist die Elektronik. So werden beispielsweise Einzelfälle berichtet, bei denen während des Fahrens bei starken Regenschauern der Motor ausgefallen ist. Auch bei der Software, die den Motor steuert, kommt es gelegentlich zu Störungen. Auch von Elektronikproblemen wegen Überhitzung wird gelegentlich berichtet. Dies betrifft Motoren, bei denen die Elektronik im Naben-Gehäuse integriert ist.
Ein anderes Problemgebiet betrifft die Akkutechnik. Das Spektrum reicht vom Akku-Totalschaden über tiefentladene Akkus (mit entsprechendem Know How reparabel) bis hin zu Ladestörungen, weil die Elektronik nicht wie vorgesehen funktioniert.
Eine weitere Quelle für Störungen des E-Bike-Betriebs können die Verkabelungen sein. Als Ursache kommen sowohl unsachgemäße Handhabung (z. B. beim Verladen auf einen Autoträger) in Frage als auch nicht ausgereifte Kabelbaumverlegung seitens des Herstellers.
Wer von Defekten oder Störungen betroffen ist, wird sich natürlich ärgern, aber bezogen auf die Verkaufszahlen bewegt sich die Defektanfälligkeit im normalen Rahmen von vergleichbaren anderen Technikprodukten. Und gerade die Hersteller von Marken-Fahrrädern sind sehr engagiert, die Qualität weiter zu verbessern. Da die Zulieferer für die E-Bike-Technik unter Wettbewerbsdruck stehen, sind die Aussichten dafür recht gut.

Reparaturzeiten beim Elektrofahrrad:
Wenn es um Reparaturen an elektrischen Bauteilen geht, sind die Wartezeiten in einigen Fällen länger als bei normalen Fahrrädern. Das liegt u. a. daran, dass - je nach Art des Defekts - die Reparatur nicht vom Händler selbst durchgeführt wird, sondern das betroffene Bauteil oder das ganze Rad zum Hersteller verschickt werden muss.
Trend zur Spezialisierung im Fachhandel: Nicht wenige Händler berichten, dass Sie auf "Sortenreinheit" wert legen. Damit ist gemeint, dass Sie sich auf 2 oder 3 Hersteller von E-Bike-Systemen spezialisieren. Das hat den Vorteil, dass Sie sich mit den Systemen und all ihren Stärken und ggf. auch Schwächen wirklich auskennen und somit eine qualifizierte Beratung möglich ist. Außerdem ist damit auch der Service - insbesondere die Ersatzteilversorgung - einfacher zu garantieren.
 

Rücknahmesystem für Pedelec-Akkus

Die Rücknahme von E-Bike-Akkus ist in Deutschland gesetzlich geregelt

Derzeitige Praxis ist, daß verschlissene E-Bike-Akkus von Fahrradhändlern zurückgenommen werden. Bei in Deutschland gekauften Elektrofahrrädern sind Fahrradhändler dazu verpflichtet, verschlissene Akkus zurückzunehmen. Dem Handel obliegt auch die umweltgerechte Entsorgung.
Mit der Verbreitung der Elektro-Fahrräder wird auch die fach- und umweltgerechte  Entsorgung der Akkus ein Thema. Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) und die Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (GRS Batterien) entwickeln dafür ein Verfahren. E-Bike-Akkus fallen unter das gletende Batteriegesetz und müssen als sogenannte Industriebatterien vom Vertreiber zurückgenommen werden. Allerdings können beispielsweise Lithium-Ionen-Batterien über 0,5 kg aufgrund der gefahrgutrechtlichen Einstufung nicht mit herkömmlichen Gerätebatterien zusammen in den dafür vorgesehen grünen Boxen gesammelt werden.
Weitere Hinweise gibt es unter http://www.umweltbundesamt.de/abfallwirtschaft/battg/index.htm
 

Wie fährt ein Pedelec ohne Motor-Unterstützung?

Ist der Akku leer oder tritt ein Defekt auf oder wenn man einfach Lust dazu hat, kann man mit Pedelecs auch ohne Motorunterstüzung pedalieren. Doch wie fühlt sich das an - auch im Vergleich zum normalen Fahrrad? Ein Pedelc fährt sich ohne Motorunterstützung im Prinzip ganz ähnlich wie ein normales Fahrrad.  Bei Steigungen muß man allerdings deutlich schwerer treten (je steiler, um so größer der Energiebedarf) als mit einem normalen Fahrrad, weil man ja einige Kilo mehr Gewicht (für Akku und Motor) den Berg hinauf schleppen muss. Auf ebenen Strecken ist der Unterschied beim Beschleunigen spürbar, beim gleichmäßigem Tempo ist er gering.
 

CO2-Bilanz von Elektrofahrrädern

Die CO2-Belastung für die Fahrenergie bei Elektrofahrrädern beträgt ungefähr 4,5 g pro Kilometer. Für die Akkuherstellung kann man ca. 1 g kalkulieren (bei diesen Zahlen ist die Erzeugung des Strommix in Deutschland berücksichtigt).
Im Vergleich mit anderen motorisierten Fahrzeugen ist das ein überragend günstiger Wert: Beim Mofa sind es ca. 50 g CO2 pro km, bei einem Diesel-PKW ca. 125 g (4l auf 100 km) und bei einem Benziner ca. 140 g (6l auf 100 km).

E-Bike-Mitnahme im Flugzeug und Bahn

E-Bikes im Flugzeug - da Akkus als Gefahrengut gelten, ist die Mitnahme nicht möglich!
Wenn Sie auf Ihr eigenes Elektrorad im Urlaub nicht verzichten wollen, gibt es folgende Notlösung: Den Akku als Paketsendung vorab zum Zielort schicken und frühzeitig vor dem Reisetermin mit der Fluggesellschaft die Konditionen und Verpackung für das „nackte“ Rad absprechen.
Deutsche Bahn – Es gelten die gleichen Bedingungen wie bei Fahrrädern ohne Motor. Abgesehen vom ICE können Fahrräder in den meisten Zügen mitgeführt werden, im Nahverkehr häufig kostenlos. WICHTIG:  In Regionalzügen gibt es generell keinen Anspruch auf Fahrradmitnahme! Im Fernverkehr muss ein Stellplatz reserviert werden (kostenpflichtig).
 

   Hier finden Sie Kaufempfehlungen für Elektrofahrräder

   Hier gibt es Basisinformationen zum Elektrofahrrad >>

  Hier gibt es Technikdetails von E-Bikes >>

   Buchtipp: Ratgeber Elektrofahrrad>> - aus der Bestsellerreihe der BVA

  Urlaubsangebote für E-Bike-Touren>>

 

 

Kurzinfo: Das Elektrofahrrad ist das ideale Fortbewegungsmittel für Radfahrer, die auf die körperliche Bewegung nicht verzichten möchten, aber auch längeren Strecken und größeren Steigungen gewachsen sein wollen. Auch Senioren, die beim Radfahren über eine gewisse Belastungsgrenze nicht hinausgehen wollen bzw. können, eröffnen sich mit dem Elektro-Fahrrad ganz neue Möglichkeiten.
In das Fahrrad ist ein zusätzlicher Elektromotor eingebaut, der über einen Akku versorgt wird. Es gibt hier die verschiedensten Bauarten in sehr unterschiedlichen Preiskategorien, ein preiswertes Elektrofahrrad, ist schon ab etwa 600,- € zu haben.
Der Elektromotor kann über einen "Gasgriff" bedient werden oder vollautomatisch (Trittkraft gesteuert), Beim Pedelec wird die elektrische Unterstützung allein durch Treten der Pedale abgefordert. Hochwertige Elektrofahrräder mit entsprechenden Akkus bieten die Möglichkeit, den Akku beim Bergabfahren aufzuladen, sie funktionieren also als Hybrid, allerdings ist der Wirkungsgrad für die Energie-Rückgewinnung relativ gering.
Sofern das Elekktrofahrrad unabhängig allein über den Motor betrieben werden kann, ist es ein Motorfahrzeug und unterliegt entsprechenden verkehrs-und versicherungstechnischen Vorschriften. Das Pedelec, dessen Motor nur bei limitierter Tretunterstützung anspringt, gilt als reines Fahrrad und unterliegt keiner Helm-, Führerschein-und Versicherungspflicht. Die Motoren dieser Pedelecs sind durch EU-Richtlinien auf 250 Watt limitiert, bei 25 km/h schaltet der Motor ab. Es gibt allerdings Modelle mit Anfahrhilfe, die durch bloße Drehung des Gasgriffs auf bis zu 6 km/h beschleunigen. Hierfür benötigen Personen, die nach 1965 geboren sind, einen Mofa-Führerschein.
Andere Pedelecs verfügen über eine unlimitierte Tretunterstützung, das heißt der Motor schaltet nicht bei 25 km/h ab. Hierfür wird ein Mofaführerschein sowie eine Haftpflichtversicherung benötigt, es muß ein Helm getragen werden, und Radfahrwege dürfen nur benutzt werden, sofern sie für Mofas freigegeben sind. In der Schweiz benötigen Elektrofahrräder sogar ein Nummernschild.
Wenn die Räder unabhängig vom eigenen Treteinsatz allein mit dem Motor betrieben werden können, sind sie im Sinne der STVO Kleinkrafträder mit Führerschein-und Helmpflicht (Führerschein Klasse M). Die mittels Motor erreichbare Geschwindigkeit ist per Gesetz auf 45 km/h beschränkt. Sofern mit einem auf 500 Watt begrenzten Motor maximal 20 km/h erreicht werden, sind sie Mofas und dürfen ohne Helm gefahren werden. In jedem Fall benötigen sie eine Betriebserlaubnis und eine Versicherung.
Der Elektro-Fahrrad-Motor ist sehr oft als Nabenmotor gestaltet, der Vorder-oder Hinterrad antreibt. Eine weitere Variante ist der Tretlagermotor. Das größte Problem der Elektroräder waren lange Zeit die Akkus. Deren Reichweite, Leistungsfähigkeit und Lebensdauer war begrenzt, vor allem ließ die Kapazität mit häufigem Laden und Entladen schnell nach. Hier hat es aber Neuentwicklungen mit den Lithium-Ionen-Akkus gegeben. Diese erlauben eine Reichweite bis ca. 80 km (maximal), sind in zwei bis drei Stunden wiederaufladbar und haben bis zu 1000 Ladezyklen.
Trotz des hohen Entwicklungsstandes gibt es auch Schwachstellen und Problemthemen. Einen ausführlichen Bericht gibt es unter E-Bike-Probleme.