Verschleißfestigkeit Fahrradreifen im Vergleich


Kleine Laufräder - weniger anfällig

Auf Touren und Reisen stehen Zuverlässigkeit und Haltbarkeit an oberster Stelle. Materialversagen kann einem Reiseradler den ganzen Urlaub verderben. Speichenbrüche sind eines dieser unangenehmen Malheure. Kleine Laufräder sind in dieser Hinsicht deutlich weniger anfällig - mit ein Grund, warum viele Globetrotter 26-Zoll-Reiseräder benutzen. Bei der Laufrad-Statik bringt der geringere Durchmesser überproportionale Vorteile und zwar sowohl bei der Steifigkeit als auch bei der Festigkeit. 26-Zoll-Laufräder mit 36 Speichen, eine guten Felge und das ganze sauber zentriert verkraften deutlich höhere Belastungen. Speichenbrüche kommen nur noch in extremen Ausnahmefällen bzw. nach sehr langer Benutzungsdauer vor. Auf Touren und Reisen, wenn zum Fahrergewicht auch noch die Zuladung dazu kommt, also ein klarer Vorteil für die Sechsundzwanziger. Jedenfalls bei Fahrrädern mit Kettenschaltung. Bei Nabenschaltungen ist der Vorteil geringer, weil das symmetrische Einspeichen schon deutlich für Entlastung sorgt. 

Ein weiterer Aspekt, der zu beachten ist, betrifft die Entfaltung, also die zurückgelegte Wegstrecke pro Kurbelumdrehung. Sie ergibt sich aus der Übersetzung multipliziert mit dem Radumfang. Kleinere Durchmesser erfordern mithin eine größere Übersetzung. Bei Klapp- und Zerlegerädern sind deshalb spezielle Antriebskomponenten erforderlich, um die gewünschte Entfaltung zu erreichen. Für unser Duell bedeutet es, dass ein 26 Zöller mit Kettenschaltung entweder größere Kettenblätter oder kleinere Ritzel erfordern, um die gleiche Entfaltung wie der Kontrahent zu erreichen.

 

Einfluss auf Rahmengeometrie und Fahrsicherheit

Schließlich stellt sich die Frage, welchen Einfluss die Laufradgröße auf die Rahmengeometrie hat. Kleinere Räder machen das Fahrrad kompakter, die Gesamtlänge wird geringer, auch wenn der Radstand (VR-Achse: HR-Achse) gleich ist.

Ein kniffliges Thema sind kleine Rahmen mit großen Laufrädern. Zwar ist es möglich, die eigentlich zu großen Räder unterzubringen, allerdings sind damit üblicherweise nachteilige Auswirkungen beispielsweise des Lenk- und Fahrverhaltens verbunden. Leider gibt es einige Hersteller, die solche Rahmen trotzdem auf den Markt bringen. Indikatoren für Rahmen mit schrägen Kompromissen sind fehlende Fußfreiheit beim Lenkeinschlag, übermäßig hohes Tretlager, außergewöhnlich flacher Lenkkopfwinkel.

Beim MountainBike hat sich 26 Zoll durchgesetzt. Aus guten Gründen, denn im Geländeeinsatz sind kleine Rahmen und kompakte Abmessungen gefragt. Wie kein anderes Fahrrad ist das MTB auf optimale Funktionalität und Effektivität im harten Wettkampf ausgerichtet. Auch das Erscheinungsbild unterliegt keinen festgelegten Denkschemen. Hier zählt, was sich bewährt. In punkto Haltbarkeit, Gewicht, Beschleunigungsleistung und Ansprechverhalten der Federung sind die 559er den 622ern fürs Geländebike klar überlegen.

Größenangaben

Apropos: Das in Deutschland übliche 26-Zoll-Maß entspricht 559 mm nach ETRTO (metrische Felgennorm) und 28 Zoll (auch 700 C genannt) entspricht 622 mm. Allerdings gibt es bei beiden auch Abweichler: Beispielsweise 26"/584 mm bzw. 28"/635 mm und an Triathlonmaschinen 26"/571 mm. Achten Sie beim Reifenkauf auf die vollständige Bezeichnung, z. B. 26x1,75 (47-559), damit nichts schief geht. Die Ursprünge dieser verwirrenden Vielfalt liegen übrigens schon in den Anfängen des letzten Jahrhunderts, als die Fahrradentwicklung noch ganz auf nationale Märkte ausgerichtet war.

Ein großes und ein kleines Rad. Macht das Sinn? Bei Geländemotorrädern ist die Variante mit großem Vorder- und kleinerem Hinterrad weit verbreitet. Auch bei Mountain Bikes wird damit experimentiert. Allerdings lassen sich die Gegebenheiten nicht einfach aufs Fahrrad übertragen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass dieses Thema bei Fahrrädern Zukunft hat.

Vorne klein und hinten groß macht dagegen Sinn. Jedenfalls bei Liegerädern. Aufgrund der speziellen Bauart sind vordere Raddurchmesser meist mit 20 Zoll Standard dieser Gattung.

 

Verfügbarkeit

Bleibt noch die Frage, welche Unterschiede bei der Verfügbarkeit bestehen. Ob dünn oder dick, profiliert oder Slick, Spezialausführung oder Preisbrecher, das 28-Zoll-Reifenangebot bietet nahezu alles, was das Radlerherz begehrt. Lediglich bei den geländetauglichen Varianten mit großen Querschnitten ist das Angebot gering. In diesem Segment läßt 26 Zoll keine Wünsche offen. Dafür sind kleine Querschnitte von 20 bis 28 mm nur wenig vertreten.

Und wie steht es mit der Ersatzteilversorgung unterwegs, in Europa oder in exotischen Ländern? 622er (28 Zoll) Felgen und Reifen sind vor allem in Mittel- und Südeuropa weit verbreitet. Schmale Versionen auch in Nordamerika. Da Mountainbikes nahezu überall auf dem Globus und sogar in entlegenen Gegenden vertreten sind, ist die Versorgung mit 559er Felgen und Reifen entsprechend gut. Wer auf seiner Reise darauf bauen will, sollte allerdings darauf achten, dass Rahmen und Gabel im Notfall auch die dicken MTB-Schlappen aufnehmen kann.

 

 

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