Kindgerechte Technik


Rahmen
Die Bauform des Rahmens sollte einen niedrigen Durchstieg haben, damit das Kind leicht auf- und absteigen kann. Die Rahmengröße muss passen, das heißt, die Sattelhöhe muss so eingestellt werden können, dass beide Füße den Boden erreichen. Wenn nur die Fußspitzen den Boden erreichen, obwohl sich der Sattel ganz unten befindet, ist der Rahmen zu groß. Zu klein ist er, wenn die Sattelstütze über die Begrenzungsmarkierung herausgezogen ist und dabei beide Füße auf dem Boden aufstehen. Zur Überprüfung der Rahmengröße muss das Kind auf jeden Fall Probesitzen. Bei einem Überraschungskauf auf Verdacht wird man meist daneben liegen. Bedenken Sie auch, dass die Altersangabe von Herstellern nur begrenzt aussagefähig ist, denn Kinder sind nun mal unterschiedlich groß und manche haben kurze und andere lange Beine.

Radgrößen
Kinderräder gibt es mit Radgrößen von 12, 14, 16, 18 und 20 Zoll. Tendenziell haben Modelle mit kleinen Raddurchmessern auch kleinere Rahmen und sind leichter. Von daher eignen sich 14 bzw. 16 Zoll-Ausführungen eher für kleine und zierliche Kinder. Nicht selten sind sie allerdings extrem kurz gebaut und deshalb beim Fahren und für das Lernen weniger gut geeignet. Für Fünf- bis Sechsjährige, die altersüblich groß und kräftig sind, ist ein Kinder-Fahrrad mit 18 bzw. 20 Zoll Rädern normalerweise die bessere Wahl.

Schaltung
Wenn Sie ein neues Rad anschaffen, ist eine Gangschaltung eine lohnende Investition, die sich spätestens bei den ersten Ausfahrten auszahlt. Für das erste Rad sollte es keinesfalls eine Kettenschaltung, sondern unbedingt eine Nabenschaltung sein. Gut geeignet sind Ausführungen mit Drehschaltgriffen. Angeboten werden hauptsächlich 3- und 7-Gang-Ausführungen der beiden Marktführer Shimano und Sram (ehemals Sachs). In flachen Gegenden sind 3 Gänge ausreichend. Ansonsten eröffnen 7 Gänge deutlich mehr Möglichkeiten. TIPP: Probieren Sie das Schalten an unterschiedlichen Fahrrädern aus, um mögliche Unterschiede bei der Bedienkraft der Drehgriffe herauszufinden.
Fahrräder ohne Schaltung sind eigentlich nur für die Zeit des Radfahren Lernens geeignet. Sobald kleinere Strecken zurückgelegt werden, reicht die Übersetzung nicht mehr aus.

Bremsen
Das erste Kinderrad sollte unbedingt über je eine Rücktritt- und Handbremse verfügen. Mit 2 Handbremsen sind Anfänger normalerweise überfordert. Einige Hersteller bieten auch Rollerbrakes (ähnlich wie Trommelbremsen) als Handbremse an. Ganz wichtig sind die Leichtgängigkeit und die individuell passende Bremshebelreichweite. Lassen Sie Ihr Kind den Bremshebel bedienen und achten Sie darauf, ob der Bremshebel (in Ausgangsstellung) mit dem 2. Fingerglied erreicht wird, während der Daumen den Lenkergriff umfasst. Leichtgängig ist eine Handbremse, die von einem Erwachsenen mit einem Finger mit geringem Kraftaufwand gezogen werden kann. Als Qualitätsmerkmal für gute Bremsen gelten Bremshebel, die in der Reichweite verstellbar sind.

Beleuchtungsanlage
Kinder-Fahrräder fallen nicht unter die Bestimmungen der StVZO. Sie gelten vielmehr als Spielgeräte und sind für die Nutzung im öffentlichen Verkehr nicht zugelassen. Aus diesem Grund haben Kinderfahrräder meist keine Beleuchtungsanlage. Eine der wenigen Ausnahmen bildet das Skippy, das als „mitwachsendes“ Kinderrad konzipiert ist und schon für spätere Phasen gerüstet ist. Natürlich kann man Beleuchtungsanlagen auch an Kinder-Fahrrädern nachrüsten.

Sonstiges
Die wichtigsten Bedienelemente sollten so gestaltet sein, dass die Hände am Lenker bleiben. Wenn zum Bremsen, Schalten oder Klingeln eine Hand vom Lenker gelöst werden muss, ist die Radbeherrschung nicht mehr gewährleistet.

Wichtig: Montieren Sie keinesfalls Stützräder. Sie vermitteln ein völlig falschen Fahrgefühl und sind für das Lernen des Radfahrens kontraproduktiv. Weiter Hinweise dazu finden Sie unter >>Radfahren Lernen<<

 

 

 

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