Reiseablauf
Radreisen JAKOBSWEG - individuelle Radtouren auf der Pilgerroute
| Tag | Ablauf |
| 1. Tag - Ankunft in León Individuell Anreise. In Carrizo de la Ribera, ca. 20 km von León entfernt, liegt die bezaubernde Herberge für Ihre erste Übernachtung: Ein ehemaliges Zisterzienserkloster, das früher als Pilgerhospital diente. Freuen Sie sich auf dieses kleine, komfortabel Hotel inmitten des ruhigen Klosters und seiner traumhaften Gärten. 2. Tag - León - Astorga ca. 30 km Der Camino ruft! Ab Carrizo de la Ribera radeln Sie 16 km über eine ruhige Landstrasse bis zur bekannten Brücke "Puente de Orbigo". Hier beginnt Ihre Reise auf dem Camino, dem spanischen Jakobsweg. Der Weg führt Sie nach Astorga, einer beliebten Pilgerstätte. Bereits zur Römerzeit kreuzten sich hier die beiden damals wichtigsten Handelswege, die "Via Traiana" und die "Via de la Plata". In Astorga erwarten Sie die gotische Kathedrale "Santa Maria" und der neugotische Bischofspalast "Palacia Episcopal", der von Antonio Gaudi erbaut wurde und in dem sich heute das "Museum der Wege" befindet. 3. Tag - Astorga - Ponferrada ca. 55 km Die zweite Etappe führt an einem der beschaulichsten Abschnitte des Jakobsweges entlang. Sie radeln durch verlassene Dörfer, in denen nur noch Schafhirten leben und erreichen nach einem Anstieg den höchsten Punkt des Pilgerweges: "Cruz de Ferro", (1.531 Meter üNN). Hier lässt jeder vorbeiziehende Pilger einen Stein zurück, den er von zuhause mitgebracht hat. Eine Traumabfahrt bringt Sie zunächst nach Molinaseca. Verweilen Sie ein wenig an dem idyllischen kleinen Fluss an der römischen Brücke, bevor Sie Ihren Weg nach Ponferrada mit seiner großartigen Templerburg aus dem 12. Jahrhundert fortzusetzen. 4. Tag - Ponferrada - O Cebreiro ca. 55 km Über das Weinanbaugebiet "El Bierzo" erreichen Sie Villafranca de Bierzo mit der Santiago-Kirche. Hier bekamen kranke Pilger, die ihren Weg nicht mehr fortsetzen konnten, ihren "Ablass". Durch das liebliche Tal "Los Ancares" führt der Camino bergauf zum Pass von O Cebreiro nach Galizien, wo Sie neben wunderschönen Landschaften und grandiosen Ausblicken zwei Besonderheiten erwarten: Zum einen können Sie hier die "Pallozas" - reetgedeckte Bauernhäuser, die an die keltischen Urvölker erinnern - besichtigen. Zum anderen wartet hier die Kapelle von O Cebreiro mit ihrem berühmten Kelch auf Sie. 5. Tag - O Cebreiro - Portomarin ca.60 km Heute geht es hoch hinaus: Der Camino führt Sie zunächst zur Passhöhe „San Roque“, auf der sich eine bronzene Pilgerstatue gegen den Wind stemmt. Weiter geht’s, es erwartet Sie noch ein Anstieg zur Passhöhe „Alto do Poio“, bevor Sie sich auf die wunderbare Abfahrt nach Triacastela freuen können. Genießen Sie herrliche Landschaften, Ruhe und Abgeschiedenheit und atmen Sie die schöne, klare Luft! Nachdem Sie die Kleinstadt Sarria passiert haben, erreichen Sie eines der schönsten Teilstücke des Jakobweges, der Sie bis Portomarin führt. Das alte Portomarin versank 1960 im Wasser des Belesar Staussees. Lediglich die Kirchen „San Pedro“ und „San Nicólas“ wurden Stein für Stein abgetragen und im neuen Ort wieder aufgebaut. 6. Tag - Portomarin - Arzúa ca. 55 km In Portomarin beginnt ein 14 km langer Anstieg. Danach radeln Sie durch ländliche Idylle und malerische Straßen in die farbenprächtige Heidelandschaft der „Sierra Ligone“. Immer wieder begegnen Sie hier schmalen, auf Säulen stehenden Getreidspeichern, den sog. „hórreos“. Durch kleine Weiler führt der Camino über Palas de Rei nach Melide. Hier sollten Sie unbedingt ein leckeres Pulpo-Gericht kosten: die Pulperías von Mélide stehen im Ruf, den besten Pulpo (Krake) Spaniens zu servieren! Frisch gestärkt setzen Sie Ihren Weg nach Arzúa fort. Verweilen Sie dort ein wenig in der interessanten gotischen „Capilla de la Magdalena“ aus dem 14. Jahrhundert und lassen Sie die Atmosphäre auf sich wirken. 7. Tag - Arzua - Santiago de Compostela ca. 39 km Ihre letzte Etappe des Jakobswegs führt Sie durch kleine Weiler und Eukalyptuswälder. Auf der letzten Anhöhe vor dem großen Ziel, dem „Monte do Gozo“ dem Berg der Freude, sanken einst die Pilger beim Anblick der heiligen Stadt ehrfürchtig auf die Knie. Sie radeln weiter bis zur Kathedrale und genießen die einmalige Atmosphäre vor der Kathedrale, wo Pilger ihre Ankunft zu einem wahren Freudenfest werden lassen. Lassen Sie sich tragen von dem einmaligen Flair dieser heiligen Stadt. Im Pilgerbüro werden Sie schließlich – als krönenden Abschluss – Ihre Pilger-Urkunde in Empfang nehmen. Der Abend steht im Zeichen leiblicher Genüsse: genießen Sie galizische Spezialitäten und spanischen Wein. 8. Tag - Endlich am Ziel – das Grab des Apostels Jakobus Die größte romanische Kathedrale der Welt mit dem Grab des Apostels in Santiago de Compostela ist nicht umsonst seit über 1.000 Jahren das Ziel von Millionen von Pilgern. Mit etwas Glück erleben Sie zum krönenden Abschluss der Pilgermesse, wie das riesengroße Weihrauchfass geschwenkt wird. Sie haben genügend Zeit, die weiteren Sehenswürdigkeiten von Santiago de Compostela kennen zu lernen. Bummeln Sie durch die verwinkelte Altstadt und lassen Sie sich einfach treiben. 9. Tag - Zurück ins Weltliche Auch die schönste Pilgerreise geht einmal zu Ende. Individuelle Abreise ab Santiago de Compostela. |
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