Radtouren: Infos, Tipps, Hinweise ...


Radtouren - selbst organisieren oder Pauschalangebot

Individualisten und freiheitsliebende Radfahrer und Radfahrerinnen können sich mit einer geführten Radtour wahrscheinlich nicht so leicht anfreunden. Für alle, die wenig Zeit in die Vorbereitung und Planung Ihres Radurlaubs stecken möchten, sind geführte Radtouren sicher die bessere Alternative. Daher kann die eine oder andere Tourenvariante nicht eindeutig präferiert werden. Die Beurteilung hängt immer von den persönlichen Vorlieben ab.

Pauschaler Radurlaub: Pro und Contra von organisierten Radtouren

Wer eine ihm völlig unbekannte Region bereist, freut sich vermutlich, wenn er die Strecke vorher nicht mühselig auskundschaften muss. Intensive Vorbereitungen entfallen, weil bereits alles festgelegt ist. Auch die Zeitersparnis ist ein durchschlagendes Argument für organisierte Radtouren durch Reiseveranstalter. Die Hotelsuche ist überflüssig, denn die Unterkünfte sind schon vorher gebucht. Das ist besonders praktisch, weil Sie sich nach erfülltem Tagespensum in aller Ruhe umziehen, essen und den Abend genießen können. Wer sich die Radreise vom Veranstalter organisieren lässt, muss nicht zwangsläufig mit einer Gruppe radeln. Ein Reisebüro kann auch die persönliche Radreise planen und durchführen. Wer sich jedoch in einer Gruppe wohlfühlt, profitiert sehr von einer geführten Radtour. Unterkünfte, Pausen und Sehenswürdigkeiten sind schon eingeplant und Sie können sicher sein, dass kein Highlight vergessen wird. Auch die bestgeeignete Strecke wurde vorher ausgewählt. Bei Pannen, Erkrankungen oder anderen unvorhergesehene Ereignissen ist immer Hilfe vor Ort - ein beruhigendes Gefühl. Sogar bei sportlichen Pauschalreisen wie Rennradtouren oder Mountainbiketouren in den Alpen oder Pyrenäen haben Sie diese Vorteile.

Trotz des großen Komforts wird Ihnen auch hier nicht alles abgenommen. Auch bei geführten Radtouren müssen Sie sich selbst um die An- und Abreise vom Start- und Zielpunkt kümmern. Für geführte Alpenüberquerungen empfiehlt sich sehr leichtes Gepäck und die frühzeitige Buchung, denn die meisten Touren sind schon zum Sommeranfang ausgebucht. Ein großer Vorteil der organisierten Reise um den Bodensee ist der seit 2007 angebotene und bestens funktionierende Gepäcktransport. Während Sie radeln, wird Ihr Gepäck mit dem Bus transportiert. Sie müssen es nur an der vereinbarten Rezeption zu einer festen Uhrzeit bereitstellen oder abholen. Der klassische und ähnlich beliebte Donau-Radweg bietet übrigens den gleichen Gepäckservice.

Radtouren selbst organisieren

Bei einer selbst organisierten Radtour haben Sie etliche Freiheiten. Auch wenn die Planung etwas mehr Zeit beansprucht, der große Vorteil liegt darin, dass Sie die Radroute nach Ihren eigenen Vorstellungen gestalten können. Sie machen Halt, wann es Ihnen beliebt. Bei Bedarf bleiben Sie eine Nacht länger an einem schönen Ort. Gerade bei schlechtem Wetter macht sich die Flexibilität bezahlt: Sie können einen Tag aussetzen, was bei Buchung durch einen Reiseveranstalter nicht möglich wäre. Es gibt keinen festen Zeitablauf, dem Sie sich unterordnen müssen. Auch Quertreiber in einer Gruppe, wie sie immer wieder vorkommen, sind nicht zu befürchten. Doch ein solcher Radurlaub kann natürlich recht einsam werden. Wer Geselligkeit braucht, sollte sich lieber einer Gruppe anschließen. Ist die Teilnehmerzahl niedrig, kommt das Konzept der Individualreise sehr nahe. Für herausfordernde Touren gibt es im Internet zahlreiche Tipps. Der Bodenseeradweg ist zwar leicht, aber als beliebtester Radweg Deutschlands stark frequentiert. Entlang der Strecke gibt es über 100 fahrradfreundliche Hotels, in denen Sie auch für nur eine Nacht willkommen sind. Trotzdem ist es am Bodensee sinnvoll, die radfahrerfreundliche Unterkunft rechtzeitig zu buchen.

Während Sie in der Bahn problemlos das eigene Fahrrad mitnehmen können, wird das Unterfangen bei Flügen schwieriger. Je nach Anbieter können die Beförderungskosten sehr variieren. Sportgepäck sollte bereits während der Buchung oder spätestens 30 Stunden vor dem Abflug anmeldet werden. Sie müssen Ihr Fahrrad auch für den Flug vorbereiten, zum Beispiel die Pedale nach innen drehen. Es ist eine Überlegung wert, ob Sie sich im Ausland lieber ein Mietfahrrad nehmen sollten. Ob Nordsee oder Alpen, in den deutschen Urlaubsgebieten gibt es überall Mietfahrräder, mit denen Sie die idyllische Landschaft erkunden können. Achten Sie vor allem im Ausland auf die Vertragsbedingungen, die oft nur in Spanisch oder Englisch verfasst sind. Hier lauern Fallen, denn Sie könnten bei Verlust des Rades (Diebstahl) haftbar gemacht werden.