Rheinradweg / Rhein-Radweg


Der Rheinradweg: Highlights von der Quelle bis zur Mündung

Mit seinen 1.230 km Länge durchquert der Rhein nicht nur Deutschland von Süd nach Nord, sondern auch die Schweiz, Frankreich, Österreich und die Niederlande. Von der Quelle bis zur Mündung erstrecken sich rechts und links des vielbesungenen Flusses abwechslungsreiche Landschaften, in die einzigartige Kulturdenkmäler eingebettet sind. Der Rheinradweg ist einer der beliebtesten Radfernwege in Europa. Der Fluss wird in die Teilbereiche Hochrhein, Oberrhein, Mittelrhein und Niederrhein unterteilt. Diese Teilstrecken lassen sich beim Radfahren individuell hinsichtlich Länge, Schwirigkeitsgrad  und kulturellen Highlights gestalten. Die Vielfalt an Sehenswürdigkeiten entlang des Rheins ist bemerkenswert. Gut ausgeschilderte Radwege führen in sehenswerte Nebentäler, aber auch zu Panoramawegen oberhalb des Flusslaufs.

Hier >> finden Sie eine ausführliche Tourenbeschreibung des Rheinradwegs mit Hinweisen zu fahrradfreundlichen Übernachtungsbetrieben, geeignetem Kartenmaterial, einer Auswahl von Pauschalangeboten und vielen weiteren Tipps und Informationen.

Der Rheinradweg - einer der beliebtesten Radfernwege in Europa
Der Rheinradweg wird in der Kategorie der europäischen Fernradwege als "Euroveloweg 15" bezeichnet. Er führt vom Ursprungsgebiet bei Andermatt bis zu seiner Mündung in die Nordsee bei Hoek van Holland. Er ist rund 1.300 km lang und lässt sich gut in fünf mehrtägigen Teilstrecken absolvieren. Die Quelle des Rheins entspringt im Gotthardmassiv in den Schweizer Alpen. Beim Durchqueren dramatischer Gebirgstäler vereinen sich mehrere Quellflüsse zum Alpenrhein. Quer durch eine beeindruckende Gebirgslandschaft folgt er dem Rhein, bis er die Stadt Chur erreicht, Liechtenstein und Österreich streift und schließlich am Bodensee ankommt. Entlang des Rheinradweges finden sich neun UNESCO-Welterbestätten. Auch das gesamte obere Mittelrheintal ist seit 2008 UNESCO-Weltkulturerbe.

Eine Teilstrecke des Rheinradwegs -
der Bodenseeradweg
Der Rheinradweg verliert nun für eine kurze Strecke seinen Namen und geht als Bodenseeradweg weiter. Hier kann man wahlweise die schweizerische oder deutsche Seeseite entscheiden. Im Sommer kann man seine Radtour am Bodensee sehr gut mit Badespaß verbinden. Wassersportler finden hier ein Eldorado vor und es gibt zahlreiche Freizeitangebote und Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preislagen. Wenn man mit Kindern unterwegs ist, macht das einen besonderen Anreiz aus.
 

Rhein-Radweg von der Schweiz nach Süddeutschland

Lange nahm man an, dass sich der Bodensee und der Rhein verbinden. Nach neuesten Erkenntnissen ist dies jedoch nicht korrekt. Der Fluss verläuft unterhalb des Sees und tritt bei Konstanz wieder hervor. Hier beginnt die nächste Etappe. Sie führt entlang des Hochrheins von Konstanz nach Basel und weiter bis Freiburg. Diese Strecke ist etwa 270 km lang. Wenn man gemütlich radelt, braucht man etwa vier bis fünf Tage. Zwar kommt es immer wieder zu Anstiegen, diese sind jedoch nicht besoners steil. Besonderes Highlight ist der Rheinfall bei Schaffhausen, der als mächtigster Wasserfall Europas ein faszinierendes Naturschauspiel abgibt. Sie können ihm auf einem Ausflugsschiff ganz nahe kommen. Auch Stein am Rhein sollte auf dem Besichtigungsplan stehen. Die romantische Stadt ist ideal zum Bummeln. In Bad Säckingen können Sie die längste Holzbrücke Europas bestaunen. Nun geht es weiter durch das Markgräfler Land bis in den Südschwarzwald, wo die Studentenstadt Freiburg ihr typisches Flair verströmt. Sie befinden sich nahe der französischen Grenze. Ein Abstecher ins benachbarte Elsass mit der schönen Stadt Straßburg sollte nicht fehlen. Das Straßburger Münster ist ein weiteres Highlight dieser Radtour.
Die nächste Teilstrecke am Oberrhein bis bis Mainz ist ca. 370 km lang. Es empfiehlt sich, genügend Zeit einzuplanen, um das Karlsruher Schloss sowie den Wormser und den Speyerer Dom zu besichtigen.

Rheintal-Radweg von Mainz nach Koblenz

Die Bezeichnung "romantischer Mittelrhein" beschreibt die charakterischen Eigenschaften dieser Rheinpassage. Das gesamte obere Mittelrheintal ist seit 2008 UNESCO-Weltkulturerbe. Besichtigen Sie den Loreleyfelsen und die Marksburg, die einzige vollständig erhaltene Burg dieses Abschnitts. Zwischen Bingen und Koblenz liegen die schönsten Gemeinden von Rheinland-Pfalz. Die meisten von ihnen sind durch mittelalterliche Ortskerne und hoch darüber thronende Burgen gekennzeichnet. Hier wird überall Wein angebaut und es bietet sich die Möglichkeit an geselligen Weinfesten teilzunehmen.

Genussradeln am Niederrhein

Wenn der Rhein die Mittelgebirge verlässt, wird die Landschaft deutlich flacher. Nicht umsonst sind die nordrheinwestfälischen Metropolen Köln und Düsseldorf wahre Radfahrer-Eldoraden. Auch Bonn beeindruckt als ehemalige Regierungshauptstadt. In den Vororten am Rhein können Sie noch viele herrliche Prunkvillen sehen. Ein Abstecher zur Dombesichtigung in Köln ist ein unbedingtes Muss. Auch der Niederrhein hat idyllische Seiten und ist ideal, um Ihr Bedürfnis nach naturnaher Erholung und Kultur zu befriedigen. Die flache Landschaft des Niederrheins ist für genussvolles, familiengerechtes Radfahren perfekt geeignet. Sehr eindrucksvoll sind die Mühlendörfer und Auenlandschaften. Sie können auch der historischen Römerroute folgen und von Xanten bis nach Wesel radeln

Kurz vor dem Ziel: Nordseefuft in Holland

Wenn sich Deutschlands größter Strom in sein verzweigtes Delta teilt, sind die Niederlande erreicht. Hier schnuppern Sie bereits Nordseeluft. Nijmegen, Utrecht und Rotterdam sind allesamt eine Besichtigung wert. Ein holländischer Käse ist das perfekte Mitbringsel von der spannenden Radtour entlang des Rheins. Ob Angeln, Hochseefischen, Surfen oder Baden, am Meer warten reizvolle Freizeitmöglichkeiten.