Panorama-Radtour "SELLARUNDE" - Radfahren Dolomiten
Kurz-Info:| Länge der Tour: | 55 km |
| Land/Nation: | Italien |
| Region: | Trentino-Südtirol |
| Besondere Merkmale: | Sportlich ambitionierte Tour/Route Rennrad-Tour Naturerlebnis-Route Rundstrecke |
| Geeignet für : | Mountainbike Touren-, Trekking-, Reiserad Rennrad |
| Kartenmaterial:: | |
| Radreise-Angebote für diese Tour: |




Bundesland/Region
Dolomiten - italienische Alpen - Südtirol. Die Sellarunde führt über befestigte Autostraßen rund um das Sellamassiv mit dem Piz Boé (3152 m) als höchter Erhebung. Auf der Runde eröffnen sich herrliche Ausblicke auf legendäre Dolomitengipfel wie Langkofel-Gruppe, die vergletscherte Marmolada (3342 m) und die Geisler-Gruppe.
Charakteristik
Die Sellarunde mit den 4 Pässen Sellajoch, Pordoijoch, Grödnerjoch und Campolongo ist wohl die faszinierendste hochalpine Panorama-Rundtour, die man per Fahrrad zurücklegen kann: Man fährt ständig in Höhen zwischen 1530-2244 m überwiegend mit freiem Blick, so daß man die Ausblicke auf die Bergriesen der Dolomiten genießen kann. Mal radelt man am Fuß steil aufragender Felswände der Sellagruppe entlang, mal hat man etwas Distanz und kann die gewaltigen Ausmaße des gesamten Sella-Bermassivs erfassen. Mit Worten lassen sich die Eindrücke der Sella-Rundtour jedoch nicht beschreiben. Am besten man verschafft sich selbst einen Eindruck vor Ort.
Die 4 Pässe werden auf eher schmalen Straßen mit vielen Serpentinen erreicht. Der Straßenbelag besteht aus Aphalt und ist teils in gutem Zustand mit glatter Oberfläche, streckenweise gibt es aber auch Risse, kleine Schlaglöcher und abbröckelnde Seitenränder.
Dafür dass man sich im Hochgebirge befindet sind die Steigungen - meist 8-10 % - moderat und mit 300-700 Höhenmetern sind die Anstiege zu den Pässen nicht übermäßig schwer, wenn geeignete Bergübersetzungen am Rad montiert sind. Von daher kann die Sellarunde auch von geübten Freizeitradlern mit einer gewissen Grundkondition bewältigt werden.
Die Runde ist eine sehr beliebte Radtour für jegliche Art des Radfahrens: Rennradfahrer, Mountainbiker, und Fitnessbiker repräsentieren die sportlich Ambitionierten. Aber auch Trekkingbiker und sogar Reiseradler mit vollem Gepäck nehmen die Strecke unter die Räder.
Höhenprofil/Schwierigkeitsgrad
Wenn man langsam fährt und sich die Kräfte gut einteilt, kann die Sellaronda im Prinzip von jedem geübten Freizeitradler mit Mittelgebirgserfahrung bewältigt werden. Der Autor ist "normaler" Freizeitradler und hat die Runde im Alter von 51 Jahren sowohl mit dem Trekking- als auch mit dem Rennrad in beiden Richtungen mehrmals zurückgelegt.
Die Steigungsprozente liegen überwiegend zwischen 8-10 %. Die maximalen Steigungen betragen ca. 12-13 % auf ganz kurzen Teilstücken. Die Gesamthöhenmeter der Sellarunde betragen ca. 1800. Es gibt lediglich eine ca. 2 km lange Flachpassage auf der Westseite des Grödnerjochs. Ansonsten gibt es einen ständigen Wechsel zwischen Anstiegen und Abfahrten.
Die 4 Paß-Straßen im Detail -
SELLAJOCH (2244 hm): Nordrampe - 370 hm (ab/bis Plan de Gralba - oberhalb Wolkenstein), max. Steigung ca. 11 %. Südwestrampe - 435 hm (ab/bis Pian Schiavaneis nahe dem Abzweig nach Canazei), max. Steigung 12-13 %.
PORDOIJOCH (2239): Westrampe - 430 hm (ab/bis Pian Schiavaneis nahe dem Abzweig nach Canazei), max. Steigung ca. 8-9 %. Ostrampe - 640 hm, 33 Kehren (ab/bis Arabba), relativ gleichmäßige Steigung um 8 %.
Passo CAMPOLONGO (1875 m) - Südrampe - 275 hm, (4 km ab/bis Arabba), max. Steigung ca. 8-10 %. Nordrampe 340 hm, 11 Kehren (7 km ab/bis Corvara), max. Steigung ca. 8-9 %.
GRÖDNERJOCH (2121 m): Ostrampe, 610 hm (10 km ab/bis Corvara), ständig wechselnde Steigungen zwischen ca. 5-11%, die eine oder andere Kehre hat auch mal 12-13 %, der vielleicht schwierigste Anstieg, weil kein gleichmäßiger Rhytmus möglich ist. Westrampe - 260 hm (ab/bis Abzweig Plan de Gralba), max. Steigung ca. 8-9 %.
Sonstiges
Wenn Sie auf den Button "Streckenplan" klicken werden Ihnen diverse Tourenvorschläge präsentiert.
Eine weitere Beschreibung der Sellarunde speziell für Rennradfahrer gibt es unter: Sellarunde (Rennradtour).
Tipps für Genießer:
Wenn Sie Ihre Runde so einteilen, dass Sie nach ca. 16.00-17.00 Uhr den letzten Paß unter die Räder nehmen, haben Sie gute Chancen bei geringerem Verkehrsaufkommen und tollen Lichtverhältnissen sowohl beim Anstieg und dann auf der Paßhöhe beeindruckende Alpenpanoramen zu erleben. Im Herbst werden Sie dann unter Umständen mit dem berühmten Alpenglühen belohnt. Wichtig: Warme Kleidung und ggf. Handschuhe dabei haben.
Tipps für Neulinge im Hochgebirge:
Wenn Sie mehrere Tage Zeit haben, sollten Sie erst mal einen der Pässe zum Eingewöhnen ausprobieren. Dabei gewinnen Sie dann auch Erfahrungen, welche Kleidung für Sie die richtige ist. Am nächsten Tag können Sie dann entweder eine andere Pässekombination oder - wenn Sie es sich zutrauen - die komplette Runde machen. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die komplette Runde und machen Sie viele Pausen. Fahren Sie in "kleinen" Gängen mit wenig Kraft und hoher Trittfrequenz und lassen Sie es zumindest am Anfang so langsam wie möglich angehen. Wenn Sie sich später noch richtig fit fühlen können Sie immer noch zulegen.
Tipps für die Ausrüstung:
Entsprechend der Jahreszeit die passende Funktionsbekleidung bzw. Radsportbekleidung mitnehmen. Für die Abfahrten unbedingt geeignete Überbekleidung (z. B. Windstopper oder Softshells) und Handschuhe dabei haben. Zumindest im Sommer und bei unbeständigen Wetterlagen sollten Sie geeignete Regenbekleidung mitnehmen (Gewitter und Wetterstürze kommen in den Alpen häufig mit rasanter Geschwindigkeit). Sehr bewährt haben sich Beinlinge, die bei Anstiegen einfach bis zu den Waden runtergezogen und bei den Abfahrten hochgezogen werden können. Ihre Bremsanlage sollte sich in einem absolut zuverlässigen Zustand befinden. Das ist auf den serpentinenreichen Abfahrten Ihre Lebensversicherung!
Sella Ronda Bike Day:
Am Bike Day ist die Sellarunde autofrei! Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Weitere Infos gibt es unter www.sellarondabikeday.com
Gastronomie
Gastronomische Einrichtungen sowohl in den Ortschaften als auch auf den Paßhöhen sind in großer Anzahl vorhanden. In vielen Fällen wird die schmackhafte südtiroler Küche mit den landestypischen Spezialitäten offeriert.
Reiseveranstalter für diese Tour
Radtouren in den Dolomiten können Sie auch als Pauschalreise mit GEPÄCKTRANSPORT buchen - als Radwander-, MTB- oder Rennradtour. Wenn Sie weiter oben unter "Radreiseangebote für diese Tour" auf den Link klicken, kommen Sie direkt zu den Reisebeschreibungen des jeweiligen Anbieters.
Kartenmaterial
Kompass Wander- und Radkarte "Gröden (Val Gardena) - Sella - Canzei", 1:25000
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Anschluss- Erweiterungsoptionen
Insbesondere nach Süden und Osten kann man die Sellaronda mit anderen Dolomiten-Pässen erweitern bzw. die Runde vergrößern. Das Grödnertal ist wegen des relativ hohen Verkehrsaufkommens weniger geeignet. Wenn man in Wolkenstein Quartier bezieht, kann man die Runde direkt im Ort beginnen, dann hat man ca. 250 zusätzliche Höhenmeter zu bewältigen. In ähnlicher Weise gilt das auch für den Ort Canazei.
Klima und beste Reiseszeit
Im Prinzip kann man die Sellarunde von Ende Mai bis Oktober fahren, sofern die Passhöhen nicht eingeschneit sind. Mitte September bis Mitte Oktober ist die wohl beste Zeit: Der große Sommertourismus ist vorbei, es gibt viel weniger Autoverkehr, es gibt häufig klare Tage mit herrlicher Fernsicht und oft stabile Schönwetterlagen.
VERKEHR: An Wochenenden sind während der Saison viele Motorräder in rasanter Fahrweise unterwegs. Zusammen mit Ausflugsbussen und dem PKW-Verkehr kann das schon nervig werden. Allerdings gibt es verschiedene Strategien, um dem schlimmsten aus dem Weg zu gehen: So kann man beispielsweise schon ganz früh morgens starten, dann eine längere Pause einlegen und Nachmittags weiterradeln. Ab 16.00 Uhr ist nur noch wenig Verkehr, ab 17.00 Uhr kaum noch jemand unterwegs. Aber Achtung - Wetterbericht beachten, Radbeleuchtung dabei haben und Zeitreserven (z. B. für Pannen) einplanen.
Anreise
PKW von Deutschland: Brennerautobahn bis Klausen, dann Grödnertal. Einstieg in die Runde ist dann Plan de Gralba (oberhalb von Wolkenstein) entweder zum Sellajoch oder in die andere Richtung zum Grödnerjoch.
BAHN von Deutschland: Gute IC- und EC-Verbindungen über München, Innsbruck, Brenner bis nach Brixen und Bozen. Infos gibt es bei www.bahn.de - www.oebb.at und www.trenitalia. Ab Bahnhof Bozen gibt es Linienbusse ins Grödnertal. Fahrräder werden im öffentlichen Nahverkehr Fahrräder üblicherweise mitgenommen, wenn genügend Platz vorhanden ist. Infos zum Fahrplan und zur Radmitnahme www.sii.bz.it
Öffentlicher Nahverkehr
Der "SellarondaBus" verkehrt in beiden Richtungen und hält an ca. 30 Haltestellen.
Auch Taxibetriebe (u.a. mit Minibussen) sind zahlreich vertreten.
Infos und Fahrpläne erhält man in jedem Ort in den Tourist-Büros.
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