Via Claudia Augusta – Radweg/Radroute von der Donau an die Adria
Kurz-Info:| Länge der Tour: | 902 km |
| Land/Nation: | Österreich, Deutschland, Italien |
| Region: | Bayern, Tirol, Trentino-Südtirol, Venetien |
| Besondere Merkmale: | Fernradweg Flussradweg Genießertour (Landschaftlich reizvoll, geringe Steigungen, etc.) Tour/Route mit besonderen kulturellen Höhepunkten Sportlich ambitionierte Tour/Route MTB-Tour Naturerlebnis-Route Thementour |
| Geeignet für : | Mountainbike Touren-, Trekking-, Reiserad |
| Kartenmaterial:: | |
| Radreise-Angebote für diese Tour: |




Bundesland/Region
Von der Donau über die Alpen an die Adria: Die Radroute führt in Deutschland durch das Lechtal im Allgäu (Bayern), in Österreich durch das Bundesland Tirol, in Nord-Italien durch Südtirol/Trentino und Venezien.
Charakteristik
Radfahren auf den Spuren der Römer: Die Via Claudia Augusta wurde vor nahezu 2000 Jahren von den Römern erbaut. Sie führte vom Hafen Altinum (bei Venedig) über Reschenpass, Landeck, Imst, Fernpass und Reutte bis zur Donau. Ihr ursprünglicher Zweck war militärischer Natur. Später wurde sie zur wichtigsten Nord-Süd-Handelsroute. Bis heute werden die angrenzenden Regionen und ihre Kulturen davon geprägt. Es gibt zahlreiche Relikte aus der Römerzeit und andere historische Attraktionen entlang der Route. Sie ist eine symbolträchtige Straße, die vielfältige Landschaften, Traditionen und Kulturen verbindet. Die Radtour lädt dazu ein, Geschichte und Natur der Alpenregionen zu er-fahren.
Die Radroute der Via Claudia Augusta ermöglicht eine – auch für Freizeitradler machbare – Alpenüberquerung. Auf Teilstrecken folgt der heutige Radweg der Original-Streckenführung, so z. B. ab Landeck bergauf durch das wildromantische Inntal. Die Radroute bietet immer wieder herrliche Ausblicke auf die Alpen.
Höhenprofil/Schwierigkeitsgrad
Die Gesamthöhendifferenz der Via Claudia Augusta beträgt ca. 2500 m. Die Wegequalität und das Höhenprofil ist je nach Region recht unterschiedlich. Teilweise ist der Radweg als familienfreundlich einzustufen (insbesondere außerhalb der Alpen), abschnittsweise aber auch als anstrengende Gelände-Strecke. Die Teilstrecken in den Alpen sind keine ausgesprochenen MTB-Trails und können sowohl mit dem Trekkingbike als auch mit dem Mountainbike bewältigt werden. Für Biker sind die Etappen in Tirol eher als Alpen-Anfänger-Schwierigkeit einzustufen. Wer es anspruchsvoller haben will, hat diverse Möglichkeiten die Route individuell abzuändern.
Hinweise zu den Teilstrecken -
1) Teilstrecke Deutschland von Donauwörth, Augsburg, Lechfeld, Landsberg nach Füssen - 163 km: Überwiegend entlang des Lechs auf ausgebautem Radweg, teilweise auf asphaltierten Wirtschaftswegen und Landstraßen. Im Schongau ebenes im Allgäu sanft hügeliges Streckenprofil. Kurze, unbefestigte Abschnitte gibt es bei Nordheim, Königsbrunn, Kleinaitingen, Unterdießen und Druisheim (historischer Streckenabschnitt).
2) Teilstrecke Österreich - Von Füssen durch Tirol (die Alpenüberquerung) - Fernpass (1215 m), Finstermünzpass und Reschenpass (1507 m) - 151,5 km (Reutte, Lermoos, Nassereith, Imst und Landeck): Wirtschaftswege, Dorfstraßen und teils auch Schotterwege. Ab Imst: Innradweg bis zur Kajetansbrücke. Finstermünzpass bis nach Nauders: Steile Anstiege . Ab Nauders – Reschenpass leicht ansteigend, bis Südtirol auf ruhigen Landstraßen.
4) Vom Reschenpass nach Trento 175,5 km - Val Venosta (Südtirol) – Graun - Festungen von Burgeis und Tschengls – Meran - Bozen – Trento: In Italien verläuft die Radroute hauptsächlich auf asphaltierten Radwegen entlang der Etsch und auf wenig befahrenen Landstraßen und Wirtschaftwegen. Trento – Pergine: Es empfiehlt sich, diese Teilstrecke per Bahn zu überbrücken. Val Sugana – Lamon: Weitgehend ebener Streckenverlauf. Lamon – Feltre: Wahlweise ruhige Bergstrecke oder verkehrsreicher Straße im Tal. Ponte Priula – (Abstecher nach Treviso ist empfehlenswert) - Altino (ursprünglicher Anfangs-/Endpunkt) - Vendig: Kleine Landstraßen.
Kartenmaterial
Ein hilfreicher Begleiter ist der Bikeline-Radwanderführer "Via Claudia Augusta". Er enthält u. a. präzises Kartenmaterial (auch Stadt/Ortspläne), Streckenbeschreibung sowie Hinweise zu kulturellen und touristischen Angeboten.
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Ausschilderung
In Deutschland ist die Via Claudia Augusta-Radroute durchweg mit quadratischen Schildern bestückt (mit den drei Bögen und dem Schriftzug der Via Claudia). In Österreich sind die Schilder kleiner, außerdem gibt es auch Bodenmarkierungen in blau und orange. In Südtirol gibt es regionale Beschilderungen. Entlang der Etsch ist die Radroute nur als solche gekennzeichnet, ohne eigene Etsch-Radschilder. Die restliche Strecke bis zur Adria hat keine Beschilderung für die Via Claudia Augusta.
Anschluss- Erweiterungsoptionen
In Donauwörth kann man Richtung Osten oder Westen auf dem Donauradweg weiterfahren oder Richtung Norden (bis Würzburg) auf dem Radweg Romantische Straße. In Füssen kann man auf den Bodensee-Königssee-Radweg abzweigen.
Öffentlicher Nahverkehr
Auf dem Streckenabschnitt im Lechtal haben folgende Orte Bahnanschluß: Donauwörth, Mertingen, Augsburg, Kaufering, Landsberg, Schongau, Füssen, Vils, Reutte - aktuelle Infos unter www.bahn.de
Für Fernpass und Finstermünzpass kann der "Via Claudia Huckepack" Shuttle-Service in Anspruch genommen werden. Informationen gibt es vor Ort, bei den zuständigen Tourismus-Büros oder bei www.zollerreisen.com .
Durch den Vinschgau wird die Radroute weitgehend von einer Bahnverbindung www.vinschgerbahn.it (Website in deutscher Sprache) begleitet. Fahrradmitnahme ist möglich. Bahnhöfe gibt es beispielsweise in Mals, Schlanders, Latsch, Naturns, Meran, St. Leonhard und Bozen.
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