Tipps: Gastgeber für Radurlauber


Hotels, Pensionen und andere Übernachtungsbetriebe in Deutschland & Österreich

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Günstig Urlaub machen: Die besten Übernachtungsmöglichkeiten für Rad fahrende Touristen

Innerhalb Deutschlands ist Bayern die beliebteste Radregion – gefolgt von Nordrhein-Westfalen.

Für einen rundum gelungenen Radurlaub ist nicht unbedingt ein großes Reisebudget erforderlich. Vielmehr benötigen Touristen, die auf dem Fahrrad unterwegs sind, eine konkrete Reiseplanung und günstige Übernachtungsmöglichkeiten. Attraktive Nachtlager für Radtouristen sind sowohl in Deutschland als auch weltweit reichlich zu finden.

Das Reiseziel festlegen

Rund 80 Prozent aller Radfahrer nutzen das umweltfreundliche Fortbewegungsmittel einer Studie zufolge für gemütliche Freizeit-Touren. Der erste und zugleich schwierigste Schritt bei der Urlaubsplanung besteht darin, das Ziel zu bestimmten. Schließlich gibt es für abenteuerlustige Radfahrer weltweit viel zu entdecken.
•    Soll es in eine Großstadt gehen oder mitten in die Wildnis?
•    Stehen anspruchsvolle Strecken oder leicht befahrbare Radwege auf dem Programm?
•    Liegt das Urlaubsziel in Deutschland oder im Ausland?
•    Sind warme Temperaturen zum Radfahren angenehm oder ist ein kühles Klima zu bevorzugen?
•    Ist das Rad das bevorzugte Fortbewegungsmittel auf der Reise? Oder ist es denkbar, das Rad lediglich vor Ort einzusetzen und vorher mit dem Flugzeug am Urlaubsort anzukommen?

Es ist bei der Planung des Urlaubsziels wichtig, so interessengeleitet wie möglich vorzugehen. Mancher Radtourist interessiert sich für eine Weinverkostung in Südfrankreich. Ein anderer kann einem herausfordernden Roadtrip durch die USA eher etwas abgewinnen. Für einen gemeinsamen Fahrradurlaub mit den Kindern bietet sich eine Reise nach Holland oder an den Bodensee an.

Radfahrerfreundliche Übernachtungsmöglichkeit auswählen
Sobald Radfahrer wissen, wohin die Reise geht, steht die Frage nach dem nächtlichen Quartier im Raum. Die geeignete Übernachtungsmöglichkeit hängt eng mit dem Reiseziel zusammen.
Das Wildcampen: Wildcampen ist etwas für Minimalisten und Abenteuer, die der Natur mit allen Sinnen begegnen möchten. In Deutschland gibt es regional große rechtliche Unterschiede, wo das Wildcamping erlaubt ist. In Skandinavien, Schottland und weiteren europäischen Ländern gilt dementgegen das Jedermannsrecht. Es gestattet den Urlaubern, ihre Zeit mit dem Rad überall zu verbringen – an Stränden, Klippen oder Wäldern. Selbstverständlich müssen sie sich trotzdem an die nationalen Bestimmungen des Landes halten. Es ist empfehlenswert, sich vorab mit den Vorschriften auseinanderzusetzen und zu schauen, wo das Wildcamping erlaubt ist.
 

Fahrradfreundliche Hotels oder Bikehotels:

Erheblich komfortabler schläft es sich in familiären, fahrradfreundlichen Hotels oder in einem Bikehotel. Die Nachfrage nach bequemen Übernachtungsmöglichkeiten für Radreisende beziffert sich laut Kennzahlen des Bundeswirtschaftsministeriums auf etwa 22 Millionen Übernachtungen im Jahr. Radtouristen profitieren in fahrradfreundlichen Betrieben von der Gastfreundlichkeit und einer überschaubaren Anzahl an Zimmern oder Appartements. Inmitten der behaglichen Atmosphäre kommt ein Radfahrer nach einem Trip durch die Natur zu seiner wohlverdienten Ruhe.
Ein Bikehotel ist von einem konventionellen fahrradfreundlichen Hotel abzugrenzen. Das Leistungsangebot dieser Hotels richtet sich vollumfänglich nach den Bedürfnissen der Radfahrer aus. Sie beziehen mit ihrer Ausstattung ebenfalls Rennfahrer und Mountainbiker als Zielgruppe ein. Ihnen bieten sie spezielle Wohlfühlangebote an, um nach einer strapaziösen Radtour zu entspannen. So gibt es in den Bikehotels oftmals spezielle Massageangebote, Trocken- und Reparaturräume sowie Sauna und Pool.
Fahrradfreundliche Gastbetriebe mit ADFC-zertifiziertem Qualitätssiegel: Radtouristen sind in einem ADFC-zertifizierten Gastbetrieb gern gesehene Gäste. Ein solcher Betrieb kann nur dann ein Qualitätssiegel tragen, wenn er bestimmte Mindestanforderungen erfüllt: Der Betrieb muss die Radfahrer für mindestens eine Nacht unterbringen. Weiterhin verpflichtet er sich, das mobile Fortbewegungsmittel während des Aufenthalts sicher unterzustellen. Er muss gewährleisten, dass die durchnässte Kleidung und Ausrüstung trocknet. Weiterhin obliegt es dem Betrieb, Werkzeuge sowie Karten- und Informationsmaterial für die Touristen bereitzustellen.

Unter den Gastbetrieben finden sich einige Anbieter, die über die Mindestkriterien hinaus extra Serviceleistungen offerieren. Diese können ganz unterschiedlicher Art sein. Manche Betriebe organisieren einen Hol- und Bringdienst für die Rad fahrenden Touristen. Andere stellen in einem hauseigenen Fahrradverleih qualitativ hochwertige Räder bereit. Viele Gastgeber bereiten ihren Gästen Lunchpakete zu oder kümmern sich um den Gepäcktransfer. Solche empfehlenswerten Gastbetriebe sind beispielsweise im Allgäu, in Franken, in Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein ansässig.

Warmshowers-Gemeinschaft:
Eine speziell auf Radfahrer zugeschnittene Übernachtungsmöglichkeit trägt den Namen „Warmshowers“. Als weltweite Couchsurfing-Variante bietet sie Radtouristen eine kostenfreie Option an, die Gastfreundlichkeit von anderen zu beanspruchen. Der Vorteil: Radtouristen lernen auf diese Weise Gleichgesinnte kennen, die ihre Interessen teilen oder diese unterstützen. Das Prinzip der Non-Profit-Organisation ist einfach: Ein Gastgeber stellt auf der Plattform ein Angebot ein. Der Hausherr hat auf seinem Profil zudem detaillierte Angaben zu hinterlassen, wie etwa, ob er eine Waschmaschine oder eine Unterstellmöglichkeit für das Fahrrad in petto hat. Weiterhin hat er anzugeben, wie weit der nächste Fahrradladen oder Campingplatz vom eigenen Zuhause entfernt ist. Die registrierten Fahrradtouristen wiederum legen ebenfalls ein Profil an und können die Angebote auf einer interaktiven Karte einsehen.

Empfehlenswerte Routen auf der Reise mit dem Fahrrad

Die Halfpenny Bridge bildet den Mittelpunkt der bei Radfahrern beliebten irischen Hauptstadt Dublin.

Die Bedürfnisse der Radfahrer unterscheiden sich maßgeblich voneinander. Einen Genussradler aus der Stadt zieht es nicht unbedingt in die Alpen. Mountainbiker fühlen sich wiederum an einer Küste nicht so wohl wie in den Bergen. Für Gelegenheitsfahrer, die in einer komfortablen Pension übernachten, bieten sich Radrouten in der Nähe von Flüssen an. Die Radwege sind einfacher zu befahren als steile Bergpässe. Somit eignen sie sich auch für Einsteiger, die gemeinsam mit ihrer Familie einen Aktivurlaub antreten.

Radtouristen können bei einem Wochenendtrip innerhalb Deutschlands beispielsweise den 410 Kilometer langen Neckarthal-Radweg befahren. Die Strecke führt von Villingen-Schwenningen bis nach Mannheim. Als Radfernweg ist die NiederRheinRoute ein schönes Ziel für alle Radfahrer, die auf ihrer Tour möglichst flexibel bleiben möchten. Ein weiterer empfehlenswerter Radfernweg liegt an der Ostseeküste. Der Abschnitt eröffnet den ambitionierten Aktivurlaubern auf dem Rad die Option, ganze 7980 Kilometer zurückzulegen. Für Kinder ist der Fernradweg ebenfalls attraktiv. Sie können sich bei Bedarf am Strand erholen.

Städte mit dem Fahrrad erkunden -
Radtouristen können die schönsten Städte in Europa sportlich aktiv erkunden. Amsterdam gilt beispielsweise als beliebte Fahrradstadt. In Hamburg hingegen profitieren die Radfahrer von einer hervorragenden Infrastruktur. Sie gelangen schneller als mit einem Auto zu den bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Jungfernstieg oder der Elbphilharmonie. Das dichteste Radverkehrsnetz hat in Deutschland die traditionsreiche Stadt Trier zu verzeichnen. Die vielen kulturellen Schätze des UNESCO Weltkulturerbes bereichern den Aktivurlaub mit historisch-bildenden Sightseeing-Touren.

 

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