ALPE-ADRIA-RADWEG - Radtour von Österreich ans Mittelmeer
Kurz-Info:| Länge der Tour: | 410 km |
| Land/Nation: | Österreich, Italien |
| Region: | Salzburg, Kärnten, Friaul-Julisch |
| Besondere Merkmale: | Fernradweg Flussradweg Genießertour (Landschaftlich reizvoll, geringe Steigungen, etc.) Tour/Route mit besonderen kulturellen Höhepunkten Naturerlebnis-Route |
| Geeignet für : | Touren-, Trekking-, Reiserad |
| Kartenmaterial:: |


Bundesland/Region
Der Alpe-Adria-Radweg führt von der Salzburger Altstadt bis an den Golf von Venedig. Dabei sucht sich die Radroute ihren Weg durch das Bundesland Salzburg, entlang der Salzach und den Salzburger Kalkalpen nach Süden. Dann führt die Radtour durch Kärnten bis zur italienischen Grenze. In Italien verläuft der Alpe-Adria-Fernradweg meist auf der aufgelassenen Trasse der Pontebbana-Bahn und führt durch Friaul-Julisch Venetien.
Charakteristik
Kultur und Natur ist das Motto des Alpe-Adria-Radwegs. Der Fahrradweg präsentiert zahlreiche Kulturschätze, die es lohnt, entdeckt zu werden. Ebenso eindrucksvoll wie das kulturelle Erbe sind die vielgestaltigen Landschaftsformationen mit etlichen Natur-Attraktionen der Alpen: Gasteiner Wasserfall, Barbarossa Schlucht und Naturpark Dobratsch seien hier stellvertretend für etliche weitere genannt. Auf der italienischen Seite ist die Fahrt auf der aufgelassenen Trasse der Pontebbana-Bahn mit zahlreichen Tunneln und Viadukten ein beonderes Erlebnis. Die Region Friaul-Julisch Venetien besticht durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus Au- und Pinienwäldern, Reisfeldern und dem Weinanbaugebiet des Collio und am Ziel wartet ein Bad in der Adria.
Der Radweg verläuft meist auf Nebenstraßen oder sehr gut befahrbaren Güterwegen, einige Streckenabschnitte liegen auf reinen Fahrradwegen. In Italien müssen zum Teil Streckenabschnitte über Staatsstraßen und Regional-Straßen zurückgelegt werden.
Wenn man den Radweg bis zum Ende fährt (Grado an der Adria), bietet sich natürlich auch ein Besuch der Kulturmetropole Venedig an. Von Grado aus erreicht man Venedig/Mestre mit der Bahn in ca. 1,5 Stunden.
Höhenprofil/Schwierigkeitsgrad
Beginnt man den Alpe-Adria-Radweg in Salzburg hat man deutlich mehr Gefälle, als andersherum. Weite Teile der Radroute weisen einen fast ebenen, manchmal welligen Streckenverlauf aus. Der Bahntransfer über den Alpen-Hauptkamm erfolgt in Bad Gastein (1200 m/NN) nach Mallnitz.
Sehenswürdigkeiten
Die Mozartstadt Salzburg wartet mit einer Vielzahl von kulturellen Schätzen auf. Sehenswert sind auch die Schloss-Park-Wasserspiele Hellbrunn. Hallein ist u. a. für das Keltenmuseum und das Stille-Nacht Museum bekannt. In Dorfgastein lohnt ein Abstecher zur Burg Klammstein.
Auch im Bundesland Kärnten gibt es viel zu entdecken: Die Groppensteinschlucht ist eine abenteuerliche Schlucht entlang des Mallnitzbaches mit insgesamt drei Wasserfällen, der Eingang befindet sich in Raufen/Räuflach Obervellach. In Spittal an der Drau steht das Renaissance-Schloss Porcia aus dem 16. Jahrhundert.
In Italien kann der Dom von Gemona del Fruili bewundert werden. Udine ist die Hauptstadt Friauls. Hier sind die zahlreichen historischen Plätze und Paläste sehenswert und insbesondere die Meisterwerke Tiepolos. Außerdem empfiehlt sich ein Besuch in der Galerie für moderne Kunst.
Palmanova ist ein in seiner Art einmaliger Stadttypus, erbaut als Festungsstadt mit einem perfekt symmetrischem, neunzackigem Sterngrundriss und großem Hauptplatz. Aquileia war eine der größten und reichsten Städte des Römisches Reiches, die Archäologische Stätte wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Ein Abstecher lohnt auch zur Wallfahrtskirche der Insel Barbana - Grado. Am Ende der Radtour bietet sich natürlich ein Abstecher nach Venedig an (ca. 1 1/2 Stunden Bahnfahrt ab Grado).
Sonstiges
Auf der Fahrt von Salzburg nach Grado muss man am Ende des Gasteinertales mit der Tauernschleuse der Bahn (Böckstein Mallnitz) auf die Südseite des Alpenhauptkammes fahren.
Auf der Strecke von Schwarzach bis Klammstein ist eine Höhendifferenz von 130 Metern auf einer Strecke von 2,5 km zu überwinden, zudem muss bei der Abzweigung in das Gasteiner Tal der 1,5 km lange Klammtunnel durchfahren werden. Im Tunnel gibt es eine eigene Spur für Radfahrer. Dieser Streckenabschnitt kann aber auch mit der Bahn von Schwarzach bis Dorfgastein überwunden werden.
Kartenmaterial
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Ausschilderung
Der Radweg ist noch nicht in allen Teilabschnitten fertiggestellt, so dass auch die Ausschilderung noch nicht vollständig ist. Voraussichtlich bis 2013 wird Fahrradweg komplett fertiggstellt und mit dem grün-blauen Alpe Adria Radweg Logo beschildert sein. Im Salzburgerland folgt man, soweit das Alpe Adria Logo noch nicht vorhanden, dem Tauernradweg und Gasteinertalradweg. In Kärnten ist der Radweg ab Obervellach als Glocknerradweg und ab Möllbrücke als Drauradweg beschildert.
In Italien ist die erste Teilstrecke von Tarvisio südwärts bereits als Alpe-Adria-Radweg beschildert.
Besonders geeignete Startorte mit günstigen Verkehrsanschlüssen
Der Startort Salzburg ist gut an das Bahnnetz angeschlossen. Die Rückreise von Italien ist etwas umständlich. Die Züge von Italien nach Österreich starten nicht in Grado, sondern man muss zunächst nach Cervignano oder Ronchi bzw. Monfalcone fahren, von dort geht es bis Travisio, dort muss man per Rad wieder nach Thörl-Maglern (7km) oder Arnoldstein (13 km). Hier verkehrt der Zug nach Villach und weiter nach Salzburg. Ab dem Jahr 2012 gibt es eine grenzüberschreitende Bahnverbindung.
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