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Radtour zum Beartooth Pass - USA (Yellostone-Gebiet)

Kurz-Info:
Länge der Tour:100 km
Land/Nation:USA
Region:Montana, Wyoming
Besondere Merkmale:Sportlich ambitionierte Tour/Route
Rennrad-Tour
Faszinierende Landschafts-/Naturimpressionen
Geeignet für :Touren-, Trekking-, Reiserad
Rennrad
Radreise-Angebote für diese Tour:


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    Radtour zum Beartooth Pass - USA (Yellostone-Gebiet) Bild 1
    Charakteristik

    Diese Reisebeschreibung wurde von Markus Tischler, Freier Journalist, Fotograf & Buchautor verfasst (Jan. 2013):
    Der Beartooth Highway (US 212) zählt zu den "All American Roads" und steht zudem in dem Ruf, die schönste Straße der USA überhaupt zu sein. Die Pass-Straße liegt östlich vom Yellowstone Nationalparks und führt hinauf auf 3330 bzw. 3337 Meter. Die Beartooth Mountains sind Teil des Yellostone-Ökosystems. Namensgeber ist ein Bergrelief, dass einem Bärenzahn ähnelt. Die Beartooth Mountains befinden sich im Grenzgebiet zwischen südlichem Montana und im nordwestlichem Wyoming.

    Höhenprofil/Schwierigkeitsgrad

    Sowohl von der Ost wie auch der Westseite ist ein langer Anstieg zu bewältigen. So dürften es von der Kreuzung Beartooth Highway/Chief Joseph Scenic Highway mehr als 30 Kilometer bis zur zweiten Passhöhe kommen. 2012 befand sich das Passschild zwischen diesen beiden Übergängen. Der Anstieg auf der Westseite weist nur wenig richtig schwere Rampen auf. Vielmehr macht die dünne Luft Probleme.

    Sehenswürdigkeiten

    Ab dem "Top of the World Cafe" öffnet sich eine wahnsinnig eindrucksvolle Landschaft mit phänomenalen Panoramen!

    Sonstiges

    Vermutlich kennen die meisten Deutschen die Route 66 - selbst dann, wenn sie diese nie befahren oder nach dem Hit "Get your Kicks on Route 66" übers Tanzparkett gefegt haben . Der Highway, der einst von Chicago nach Los Angeles führte und heute noch in Teilen vorhanden ist, dürfte die berühmteste Straße der USA sein, gefolgt vom Highway 101 bzw. dem Highway 1, jener Route entlang der Pazifikküste vom Olympic National Park über San Francisco und Los Angeles hinab nach San Diego. Bekannt, beliebt, legendär, geschichtsträchtig.Ein paar Kilometer südlich von Cooke City, Wyoming, oder auch ein paar Meilen südlich von Red Lodge, Montana, zweigt der Beartooth Highway ab. Zweispurig, keine große Nummer. Eigentlich. Aber es geht hinauf auf 3337 Meter. In den Rocky Mountains gibt es Straßen, die noch ein paar Meter höher die Berge hinaufklettern. Und dann ist dieser Beartooth Highway auch nur gut 62 Kilometer lang. Oder kurz. Ansichtssache. Dennoch gehört der Beartooth Highway zur Kategorie der "All American Road". Um dieses Gütesiegel zu bekommen, muss eine Straße schon einiges zu bieten haben. Hat der Beartooth Highway inklusive Beartooth Pass auch. Diese Straße sei die schönste in den USA, hat der bekannte und anerkannte CBS-Journalist Charles Kuralt einmal behauptet. Und das Wort dieses Mannes hat Gewicht. Von dem, was schön sein soll, sehe ich Am Anfang nicht viel. 10 Kilometer vom Painter Outpost Campingplatz liegen hinter mir. 200 Höhenmeter auf dem Chief Joseph Scenic Highway ebenfalls. Na gut, ich will hoch hinaus, es muss ja irgendwann bergauf aufgehen. Aber es ist früh morgens, es ist kalt - und das Frühstück richtet sich gerade irgendwo in meinem Magen und Darm ein und wiegt schwer. Immerhin habe ich nur wenig Gepäck dabei, frisches Hemd, Jacke und zwei lange Bundeswehr Hosen. Wird kalt werden da oben, keine Frage. Nach ein paar Minuten Pause am Abzweig geht es los, und gleich hinauf. Nach einigen Kilometern verdirbt der Wald den Blick auf die Bergkulisse. Ich könnte gerade überall sein. Vielleicht denkt General Philip Sheridan auch so, als er mit 120 Mann von einer Reise aus dem heutigen Yellowstone Nationalpark zurückkehrt im August 1872. Am 14. Juli 1936, nach gut fünf Jahren Bauzeit, wird der Highway, der weitgehend Sheridans Route folgt, eröffnet. Es ist ein Meilenstein in der Geschichte des Straßenbaus in den USA. Nur eben ziemlich weit weg von allem, was sich Großstadt nennt. Zum Beispiel Salt Lake City. Dafür aber recht dicht dran am Yellowstone Park. Und wer Amerikas ältesten Nationalpark besucht und nicht gerade und in einem überdimensionalen Wohnmobil durch die Gegend reist, der sollte sich einen runden Abstecher über Cody und Cooke City gönnen. Zumal da auch noch der Buffalo Bill Cody Scenic Highway und der Chief Joseph Scenic Highway liegen. Beide ebenfalls schön, beide ebenfalls spektakulär. Hier muss man reisen, nicht rasen. Ich reise. Ich kann gar nicht anders bei mitunter fünf bis sechs Prozent Steigung. Ich bin Hamburger, also Flachländer. Wir haben in der Hansestadt auch steilere Anstiege. In Blankenese zum Beispiel. Aber es geht nirgendwo zig Kilometer immer nur bergauf. Außerdem wird die Luft dünner, der Atem schwerer. Nach gut 13 Kilometern geht es wieder ein Stück bergab. Was der Highway gibt, das nimmt er sich später wieder. 30 Höhenmeter sind futsch. Muss irgendwie nicht sein, auch wenn es ein sehenswerter Abschnitt ist. Das gilt auch für andere Highways. Doch der Beartooth Highway schlägt sie alle. Dafür reicht es schon, dass man die Westseite hinauffährt bis hin zum East Summit, rund 38 Kilometer. Führt die gut ersten 17 Kilometer noch durch mehr oder weniger bewaldetes Gebiet, hebt sich danach der Vorhang und lässt Staunen. Mehr und mehr baumlose Hügel, Tundra, gespickt mit Felsen und Steinen - und dazwischen der Highway, der sich mit gekonntem Hüftschwung in jede Kurve legt. Und dann nimmt er wenige Kilometer unterhalb der Passhöhe so richtig Fahrt auf. Linkskurve, Rechtskurve, Linkskurve, weiter Blick über die Berge, Wind, Sonne, Wolken, Licht und Schatten. Man möchte oben ankommen, und irgendwie auch nicht. Ich mache nun vermehrt Pausen. Meinem Ehrgeiz, nicht abzusteigen, erkläre ich das mit den Worten "Oha, wie schön. Das muss ich nun aber unbedingt fotografieren!" Sieht eben alles toll aus und beeindruckend. Und wenn man das Plateau erreicht hat und ein paar Meter weiterrollt und die letzte Kuppe zur Seite rutscht und nichts mehr den Blick nach Norden stört, dann ist das, als ob man einen anderen Raum betreten hat. Die Rockies liegen einem zu Füßen, obwohl doch rundherum 20 Gipfel höher sind als die Straße selbst, die in Serpentinen gleich wieder hinabführt. Nur kurz aber, um dann am gegenüberliegenden Hang wieder an Höhe zu gewinnen. Ist man drüben angekommen, dann kommt der vorletzte Akt: der Blick zurück. Auf Berge, auf Hügel, den Highway, der rechts unten verschwindet, links oben wieder auftaucht und erneut verschwindet. Etwas weiter rechts oben noch einmal seinen graues Antlitz zeigt und sich dann noch einmal ein Stück weiter links oben präsentiert. Schade nur, es ist doch recht frisch hier oben. Ein kleines Cafe gibt es nicht, auch keinen Giftshop. Sehr schön. Abgesehen von der Sessellift-Anlage. Das Passschild befindet sich in der Senke zwischen den beiden Hügeln. Kurz stelle ich mich dahinter. Klick, das Erinnerungsfoto ist geschossen. Dann geht es gegen den Wind die Straße hinunter. Mit Pausen. Ich halte und genieße. Vor allem nach 20 Kilometern, wo es zum Laden "Top of the World" geht, aufwärmen und einen Kaffee trinken an der vielleicht wirklich schönsten Straße in den USA.

    Gastronomie

    Top of the World Cafe (Westseite) nach ca. 17,5 Kilometern.

    Reiseveranstalter für diese Tour

    USA-Radreisen können Sie auch als organisierte Pauschalreise buchen: Wenn Sie oben unter "Radreiseangebote für diese Tour" auf den Link klicken, kommen Sie direkt zum jeweiligen Angebot.

    Reiseberichte; Literatur usw

    Das Buch "Die Straße, die zur Sonne geht - Highways im Nordwesten der USA" kann direkt bei www.markus-tischler.de bezogen werden.

    Ausschilderung

    Die Straße kann man nicht verfehlen, wenn man über den Nordost-Ein-/Ausgang des Yellowstone Parks anreist. Wer über den Chief Joseph Highway anreist, den weist ein Schild auf die Straße hin.

    Anschluss- Erweiterungsoptionen

    Yellowstone National Park und Grand Teton National Park.
    Weitere Radtourenempfehlungen in den USA:
    PANAMERICANA
    USA-Radtour (10.000 km in 6 Monaten)
    Across USA-Trans American Trail
    “Going-to-the-Sun Road“ (Glacier Nationalpark/Montana)
    Pacific Coast Bicycle Route (Westküsten-Tour).

    Klima und beste Reiseszeit

    Von Juli bis Ende September ist die Pass-Straße in der Regel schneefrei.

    Anreise

    Hängt davon ab, ob man eh mit dem Rad unterwegs ist oder mit Wohnmobil/Auto und dann lediglich Tagestouren mit dem Fahrrad unternimmt. Wer im Yellowstone Nationalpark unterwegs ist und zum Beartooth Highway will, der sollte über den Ost-Ein/Ausgang nach Cody und von dort nach Norden über den Chief Joseph Highway wieder Richtung Park fahren. Wenn man mit dem Fahrrad anreist, ist es eine landschaftliche Toptour, allerdings auch konditionell anspruchsvoll!

    Besonders geeignete Startorte mit günstigen Verkehrsanschlüssen

    Cody, Wyoming oder Red Lodge (hier beginnt der Osteil des Highways) in Montana.

    Tourist-Infos

    www.beartoothhighway.com

    Campingplätze entlang der Strecke

    National Forest Campgrounds um Cooke City. Greater Outpost am Chief Joseph Highway (Stand 2012).

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